In den vergangenen Jahren hat sich durch die Digitalisierung vieles verändert. Sogar wie dem Shoppen nachgegangen wird. Der Onlinehandel boomt und viele stationäre Händler müssen ihr Geschäft aufgeben. Ist das persönliche Einkaufserlebnis nicht mehr so wichtig? Vor 20 Jahren war es gar nicht denkbar, mit einem Laptop oder Tablet von zu Hause aus auf dem Smartphone durch virtuelle Läden zu surfen. Wer konnte sich ausmalen, mit einem Mausklick die Waren bis an die Haustür liefern zu lassen und kostenlos wieder zurückzuschicken, wenn sie nicht gefallen? In der heutigen Zeit ist dies möglich, denn Onlineshopping ist „in“ und immer mehr Kunden entdeckten in den vergangenen Jahren das Angebot im Internet zum Shoppen. In Deutschland erwirtschaftete der Onlinehandel 2014 einen Umsatz von gut 39 Milliarden Euro. Das entspricht 10 Prozent am gesamten Einzelhandelsumsatz. 2005 lag der Commerce-Umsatz bei 13,8 Milliarden Euro. Im Jahr 2020 soll der geschätzte Online-Umsatzanteil am Einzelhandel bis zu 22 Prozent erwirtschaften.

Verbraucherverhalten hat sich verändert

Umsätze, die von Kunden im Internet ausgegeben werden, fließen nicht in die Kassen standortgebundener Händler und Kataloghändlern. Besonders der Handel am Standort leidet darunter, denn hier ist ein verändertes Konsumentenverhalten die Folge. Es wird von einem Wechsel in der Denk- oder Unternehmensführung im Handel gesprochen, denn die Digitalisierung hat ein neues Verhalten der Verbraucher erzeugt. Es wird vermehrt auf einen möglichst bequemen Einkauf geachtet und durch das Internet ergibt sich die Möglichkeit, Preise zu vergleichen und vor dem Einkauf eingehend Informationen einzuholen. 41 Prozent der Verbraucher recherchieren Produkte zuerst online, die anschließend in einem realen Geschäft gekauft werden. 76 Prozent suchen online Informationen über Geschäfte und Dienstleistern in der eigenen Stadt. Das mobile Internet macht es möglich, das Konsumenten überall und zu jeder Zeit digitale Warenkörbe füllen, Informationen abrufen und Angebote vergleichen können. Bereits 64 Prozent der Konsumenten nutzen das Handy zum Einkaufen. Weitere Infos finden Sie wie gehabt hier unter herrpfeffer.de.

Die Zeit vor dem Internet – Kaufhaus, Katalog und Teleshopping

Mit einem Blick zurück werden Veränderungen im Handel in den vergangenen 100 Jahren sichtbar. Vor knapp 20 Jahren gab es noch keine Smartphones und keine Möglichkeit, online zu shoppen, Waren und Kleidung wurden im Kaufhaus erworben. Etwas persönlicher ging es im inhabergeführten Einzelhandel zu. Dort kannte der Inhaber des Geschäftes seine Kunden und umgekehrt. Somit wurde Vertrauen geschaffen.

Entweder Katalog oder Geschäft

Des Weiteren konnte Ware aus dem Katalog bestellt werden. Die persönliche Beratung durch den Verkäufer war nicht mehr so wichtig, denn die Konsumenten verschafften sich mithilfe von Katalogen einen Überblick über das Sortiment der verschiedenen Händler. Der erste Warenkatalog wurde 1886 von Ernst Mey als Begründer des deutschen Versandhandels herausgebracht. Das Sortiment erweiterte sich mit der Zeit. Der Katalogversandhandel war in den 1920er und 30er Jahren rasch im Kommen. Viele Versandhandlungen wurden gegründet, zum Beispiel der Baur Versand, Bader Versand oder Quelle. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten größere wie Neckermann, Schwab und der Otto-Versand. In diesen Katalogen konnte und kann heute noch alles für den Haushalt oder die neueste Mode bestellt werden.

Entweder Teleshopping, Katalog oder Geschäft

In den 80er und 90er Jahren war Teleshopping in aller Munde. Zum ersten Mal konnten Verbraucher über das Telefon angepriesene Produkte in TV-Dauerwerbesendungen bestellen. Dieser Handel gewann damit eine persönlichere Note. Das Prinzip setzte sich fest, wie die Webseite www.herrpfeffer.de feststellen konnte. Denn es existieren heute in Deutschland über 15 Sender und Sendungen für Teleshopping, darunter JuweloTV, QVC oder HSE24. Vor laufender Kamera wird gelacht, gefachsimpelt und für angebotene Produkte fleißig die Werbetrommel gerührt. Der hauptsächliche Kern der Gruppe war weiblich und im Durchschnitt 50 Jahre alt und darüber. In Europa war Deutschland mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro und 7 000 Beschäftigten im Jahre 2013 der führende Markt im Teleshopping.

Den „Entweder-oder-Kunde“ gibt es nicht mehr, sondern der „Sowohl-als-auch-Kunde“

Konsumenten ließen sich dazu erziehen, unterschiedliche Kanäle zu benutzen. Als weiterer Verkaufskanal ist das Internet hinzugekommen und hat den Handel ein weiteres Mal entscheidend verändert und das Konsumentenverhalten ebenfalls. Die heutige Zeit schleuste den Verbraucher in eine Multioptionsgesellschaft. Technisierung und Digitalisierung nahmen zu und durch die Vernetzung verschiedener Kommunikationskanäle und Globalisierung steigerten sich die Wahlmöglichkeiten für Kunden ins fast Unermessliche. Die Zeit der Computer war einschneidend. Das vorherige Konsumverhalten „Entweder-oder“ existiert nicht mehr, heute wird vom „Sowohl-als-auch-Kunde“ der Handel regiert. Der Kunde ist wechselhaft, hat stets einen „Plan B“ parat und das Internet gibt Informationen wie nie zuvor. Es wird hybrid entschieden, es ist dem Kunden nicht wichtig, wo, was und zu welcher Zeit Ware gekauft wird. Markennamen oder Händler werden kaum beachtet. Der Kunde ist nicht mehr service- noch leistungsorientiert oder preissensibel, der wechselhafte Kunde ist alles zusammen, immer und überall zugleich.

Revolution im Einzelhandel: wie moderne Konsumenten shoppen gehen

Wie sich beim Shopping das Konsumentenverhalten verändert hat und wie es sich in Zukunft verändert: 2011 wurde untersucht, wie in den Bereichen Lebensmittel, Kleidung, Baumarktartikel, Telekommunikations-Dienstleistungen und Elektrogeräte, wie Drucker oder Beamer eingekauft werden. Für jede Branche wurden jeweils Onlinekäufer und stationäre Käufer befragt. Selbst heute sagen die Ergebnisse von 2011 noch viel aus, wie auf www.herrpfeffer.de herausgefunden wurde. Bereits seinerzeit wurde der Trend zum hybriden Kunden sichtbar. Hauptsächlich bei Mode und elektrischen Geräten zeigte sich der Hybrid-Kauf im Alltag längst als etabliert. Es wurde sowohl im Internet wie ebenso stationär eingekauft. Bei den sogenannten ROPO-Konsumenten (Research Online, Purchase Offline) waren es 35 Prozent bei Lebensmitteln, 27 Prozent bei Mode, 65 Prozent bei Elektronik und 59 Prozent Baumarktkäufer und 59 Prozent im Bereich Telekommunikation, die online recherchierten und anschließend im realen Geschäft einkauften. Konsumenten, die sich im realen Geschäft Produkte ansahen, um dann online zu bestellen, wurde dabei weniger in die Realität umgesetzt. Aufgrund der sofortigen Verfügbarkeit an Informationen treffen Konsumenten ihre Kaufentscheidungen heute recht kurzfristig. Mit Ausnahme bei Elektronik und Telekommunikation benötigte die Mehrheit der Konsumenten 2011 von der ersten Idee zum Kaufen bis zum Erwerb maximal zwei Tage.

Anpassung der Geschäftsmodelle

Für eine Bindung sprunghafter Kunden müssen die Botschaften der Unternehmen heute personalisiert und empfängerorientiert präsentiert sein und einen echten Mehrwert vorzeigen. Denn das Kaufverhalten der Konsumenten entscheidet die Zukunft des Handels und die Anforderungen an Erreichbarkeit, individualisierte Angebote und das Einkaufserlebnis wird sich verändern. Erfolg verzeichnen, werden nur Händler, wenn diese das Kerngeschäft um flexible Konzepte erweitern und den Kauf zu einem Erlebnis gestalten. Dies betrifft den E-Commerce gleichermaßen wie den lokalen Handel. Selbst wenn dieser weiter wächst, werden zukünftig Online-Pure-Player und reine Stationär- oder Distanzhändler kaum eine Chance haben.